Chronische Erschöpfung & Burnout
Ständig müde, ausgelaugt, erschöpft? Chronische Erschöpfung hat viele Ursachen – von Mikronährstoffmängeln über Hormonstörungen bis zu Burnout. Eine gründliche Diagnostik ist der Schlüssel zur richtigen Therapie.
Wichtig zu wissen
Häufigkeit:
Sehr häufig – einer der häufigsten Beratungsanlässe
Abgrenzung:
Normale Müdigkeit vs. chronische Erschöpfung
Ursachen:
Vielfältig – erfordert gründliche Diagnostik
Prognose:
Bei bekannter Ursache gut behandelbar
Was ist chronische Erschöpfung?
Chronische Erschöpfung beschreibt einen Zustand anhaltender Müdigkeit und Energielosigkeit, der durch normalen Schlaf nicht besser wird und die Lebensqualität erheblich einschränkt. Es ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom mit vielen möglichen Ursachen.
Abzugrenzen ist das Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS), eine schwere neuroimmunologische Erkrankung mit spezifischen Diagnosekriterien, sowie das Burnout-Syndrom, das durch chronische Arbeitsüberlastung entsteht.
Symptome
Typische Beschwerden:
- Anhaltende Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf
- Nicht erholsamer Schlaf
- Konzentrations- und Gedächtnisprobleme ("Brain Fog")
- Verschlechterung nach Belastung
- • Muskel- und Gelenkschmerzen
- • Kopfschmerzen
- • Reizbarkeit, depressive Verstimmung
- • Infektanfälligkeit
Mögliche Ursachen
Chronische Erschöpfung kann viele Ursachen haben, die oft zusammenwirken:
Körperliche Ursachen
- • Schilddrüsenunterfunktion (Hashimoto)
- • Eisenmangel / Anämie
- • Vitamin D-Mangel
- • Vitamin B12-Mangel
- • Hormonstörungen (Nebenniere, Geschlechtshormone)
- • Chronische Infektionen (z.B. EBV)
- • Diabetes, Herzerkrankungen
- • Schlafapnoe
Psychische/Lifestyle-Faktoren
- • Burnout – chronische Überlastung
- • Depression
- • Chronischer Stress
- • Schlafstörungen
- • Bewegungsmangel
- • Unausgewogene Ernährung
- • Medikamentennebenwirkungen
Diagnostik
Eine gründliche Diagnostik ist entscheidend, um die Ursache zu finden:
- Ausführliche Anamnese: Symptome, Verlauf, Lebenssituation
- Labordiagnostik: Blutbild, Schilddrüse, Eisen, Vitamine, Hormone
- Erweiterte Analyse: Mikronährstoffe, Nebennierenfunktion
- Körperliche Untersuchung: Herz, Lunge, Blutdruck
- Bei Bedarf: Schlafdiagnostik, psychologische Evaluation
Unsere erweiterte Labordiagnostik geht über Standardwerte hinaus und deckt häufig übersehene Ursachen auf.
Behandlung
Die Therapie richtet sich nach der gefundenen Ursache:
Ursachenbezogene Therapie
- • Schilddrüse: Hormonsubstitution bei Unterfunktion
- • Eisenmangel: Eisensubstitution oral oder als Infusion
- • Vitaminmängel: Gezielte Supplementierung
- • Hormonstörungen: Ausgleich von Defiziten
- • Schlafstörungen: Behandlung der Schlafapnoe, Schlafhygiene
Ganzheitliche Maßnahmen
- • Stressmanagement: Entspannungstechniken, Therapie
- • Bewegung: Angepasstes Training, nicht überfordern
- • Schlafoptimierung: Regelmäßige Zeiten, Schlafhygiene
- • Ernährung: Nährstoffreich, blutzuckerstabil
- • Infusionstherapien: Hochdosis-Vitamine, Aminosäuren
Wann zum Arzt?
Bitte abklären lassen:
- • Müdigkeit länger als 4 Wochen ohne Besserung
- • Erschöpfung mit Gewichtsverlust
- • Schlaf bringt keine Erholung
- • Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt
- • Begleitende Symptome (Fieber, Schmerzen)
- • Verdacht auf Burnout
Häufig gestellte Fragen
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