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    Praxis Tegernsee

    Aorta-Screening (Bauchaorta-Aneurysma)

    Früherkennung von Aussackungen der Hauptschlagader – lebensrettende Vorsorge

    Das Aorta-Screening ist eine schmerzfreie Ultraschalluntersuchung der Bauchschlagader (Aorta abdominalis). Ziel ist die frühzeitige Erkennung eines Bauchaorten-Aneurysmas – einer gefährlichen Aussackung der Hauptschlagader, die bei Ruptur tödlich enden kann.

    Für wen ist Aorta-Screening (Bauchaorta-Aneurysma) sinnvoll?

    Männer ab 65 Jahren (Vorsorge-Screening)
    Raucher oder Ex-Raucher (höchstes Risiko)
    Familienanamnese für Aorten-Aneurysma
    Bluthochdruck, Arteriosklerose
    Bindegewebserkrankungen (Marfan-Syndrom, Ehlers-Danlos-Syndrom)
    Bauch- oder Rückenschmerzen unklarer Ursache
    Pulsierender Tumor im Bauch tastbar

    Was ist ein Bauchaorten-Aneurysma?

    Ein Bauchaorten-Aneurysma (BAA) ist eine krankhafte Erweiterung der Bauchschlagader:

    Risikofaktoren:

    • Rauchen (wichtigster Risikofaktor!)
    • Männliches Geschlecht (6x häufiger als bei Frauen)
    • Alter > 65 Jahre
    • Bluthochdruck, Arteriosklerose
    • Familiäre Belastung

    Gefahr:

    • Meist symptomlos bis zur Ruptur
    • Ruptur führt zu akutem inneren Verbluten (Sterblichkeit >80%)
    • Frühzeitige Erkennung ermöglicht elektive (geplante) Operation mit niedriger Sterblichkeit (<5%)

    Größeneinteilung:

    • Normal: < 3 cm Durchmesser
    • Leichtes Aneurysma: 3–5 cm
    • Operationspflichtig: > 5,5 cm (Männer) bzw. > 5 cm (Frauen)
    • Notfall: Rasche Größenzunahme (> 0,5 cm/Jahr) oder symptomatisch

    Ablauf der Untersuchung

    Vorbereitung:

    • Nüchtern erscheinen (6 Stunden keine Nahrung, trinken erlaubt)
    • Grund: Darmgase erschweren die Ultraschall-Darstellung der Aorta

    Durchführung:

    1. Sie liegen entspannt auf dem Rücken
    2. Ultraschallgel wird auf den Bauch aufgetragen
    3. Darstellung der Bauchschlagader von oberhalb des Nabels bis zur Aufzweigung (Aortenbifurkation)
    4. Messung des maximalen Durchmessers in mehreren Ebenen
    5. Dauer: ca. 10–15 Minuten

    Nach der Untersuchung:

    • Sofortige Befundbesprechung
    • Bei Auffälligkeiten: Empfehlung für Verlaufskontrollen oder chirurgische Vorstellung

    Was passiert bei einem Aneurysma?

    Verlaufskontrollen:

    • 3,0–3,9 cm: Kontrolle alle 3 Jahre
    • 4,0–4,4 cm: Kontrolle alle 12 Monate
    • 4,5–5,4 cm: Kontrolle alle 6 Monate
    • ≥ 5,5 cm (Männer) / 5,0 cm (Frauen): Vorstellung beim Gefäßchirurgen

    Therapieoptionen:

    • Konservativ: Rauchstopp, Blutdruckkontrolle, ggf. Medikamente (Betablocker)
    • Operativ:
      • Offen-chirurgisch: Bauchaorten-Ersatz (Prothese)
      • Endovaskulär (EVAR): Stentgraft über Leistenschnitt

    Prognose:

    • Kleine Aneurysmen (<4 cm): Geringes Rupturrisiko, regelmäßige Kontrolle ausreichend
    • Große Aneurysmen (>5,5 cm): Hohes Rupturrisiko, Operation dringend empfohlen
    • Nach erfolgreicher Operation: Normalisierung der Lebenserwartung

    Sinnvolle Kombinationen

    Diese Therapie lässt sich ideal mit anderen regenerativen Verfahren kombinieren:

    Häufige Fragen

    Ärztlicher Hinweis

    Das Aorta-Screening ist eine Untersuchung, keine Therapie. Bei Auffälligkeiten sind regelmäßige Verlaufskontrollen und ggf. chirurgische Behandlung erforderlich.

    Therapie starten

    Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch und lassen Sie sich individuell beraten.